Geschlossen und verboten

Heute vor 75 Jahren hat die Gestapo meine Arbeitsstelle geschlossen, alle zugehörigen Einrichtungen verboten und den Angestellten mitgeteilt, dass sie fristlos entlassen seien. Der Leiter der Einrichtung wollte noch vor den Mitarbeitenden sprechen, die im Sitzungssaal eingesperrt waren – es wurde ihm verwehrt. Darauf betete er mit den Mitarbeitenden ein Vater unser. Dem konnten die verlegenen Nazis nichts entgegensetzen.

Gott sei Dank leben wir nicht mehr unter so einem menschenverachtenden Regime. Der Gedanke an das, was meine Vor-vor-vor-Vorgänger erlebten, bedrückt mich. Aber ich freue mich, dass das Haus nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde und seit vielen Jahren wieder für Kinder und Jugendliche arbeitet.

Auf der Internetseite des Jugendhauses werden die Ereignisse und Berichte in einer tollen Online-Ausstellung aufbereitet.