Die S-Bahn hat sich verfahren und per Twitter wird eine Story draus.

Heute morgen hat sich meine S-Bahn in Düsseldorf verfahren. Da war wohl eine Weiche falsch gestellt.

Ich twitterte:

Offenbar lasen JournalistInnen mit:

Die haben auch direkt eine Meldung daraus gemacht und sogar gefragt, ob alles im Artikel so stimme:

Auch der Marktbegleiter griff die Meldung auf:

Kurz darauf klingelte mein Telefon im Büro. Der WDR war dran und wollte ein Interview.
Die hatten über die Twitter-Bio dieses Weblog gefunden, aus dem Impressum meinen Namen genommen, gegoogelt, meine Dienstnummer gefunden und angerufen. Ich twitterte:

Der WDR ist offenbar auf Zack:

Und bezugnehmend auf diese Story hier, lässt sich feststellen:

Stimmt!

Offenbar erzeugen Pendlerschicksale viele Klicks für Nachrichtenseiten. Die Ereignisse waren ja eigentlich total unspektakulär.

Nachtrag: In der aktuellen Stunde war es gerade auch – ich wurde namentlich erwähnt.

100 things to do before you die XI – Karneval in Köln

Witzig, das dies ausgerechnet der 11. Beitrag in dieser Kategorie ist. Heute geht’s für mich zum zweiten Mal ins Getümmel des kölschen Karneval. Man kann sich das als Westfale ja gar nicht richtig vorstellen, das muss man erleben. Am besten Stück für Stück, sonst bekommt man schnell eine jecke Überdosis.

Gestern konnte ich dann noch der großartigen Stunksitzung beiwohnen. Der WDR strahlt das auch im Münsterland aus. Zu sehen ist das ganze u.a. heute Abend, also einschalten, wenn ihr zuhause sein solltet.

Kölle Alaaf!

… and therefore it can happen again – Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Ich habe die große und gute Aufgabe, im Sommer mit vielen hundert jungen Menschen aus verschiedenen Jugendverbänden und -Organisationen die Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau zu besichtigen. Damit die Fahrt gut gelingen kann, ist viel zu tun. Die folgenden Zeilen sind mein persönlicher Reisebericht vom Vorbereitungswochenende, das jetzt gerade, ziemlich genau 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Rote Armee, in Oświęcim stattfand. Ich freue mich über Rückmeldungen und Nachfragen.

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Lübeck

Dieses Weblog entstand vor vielen Jahren, als drei Studenten in einer WG in Münster wohnten. Die WG-Zeiten sind schon lange vorbei, die Freundschaft ist aber geblieben. Ich könnte jetzt einen WG-Besuch mit einem Trip nach Lübeck verbinden, so für drei Tage zwei Drittel der WG wieder aufleben lassen und mir die sehenswerte Hansestadt ansehen, die ich nur aus Wirtschaftssimulationen der 90er kannte. Ganz hübsch dort!

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An den wütenden SUV-Fahrer heute morgen

Lieber Autofahrer,

 

Du hast mich gerade angehupt und beim Überholen meines Fahrrades wild den Kopf geschüttelt. Offenbar bin ich Deiner Meinung nach nicht nah genug am Bauzaun entlang gefahren, der am rechten Fahrbahnrand stand. Der mit den Warn-Baken, deren Sockel in die Fahrbahn ragen, Du weißt schon. Okay, für Dein SUV ist das kein Problem, da fährst Du locker drüber. Du nimmst Dir sowieso immer den Platz, den Du brauchst. Zum Beispiel in der zweiten Reihe vor dem Bäcker oder dem Geldautomaten, wenn Dein Panzer nicht in die Parklücken passt oder einzuparken einfach zu aufwendig ist. Man muss nur den Warnblinker anschalten und schon ist man „Kurzzeitparker“. Die Taste nenne ich schon liebevoll „Brötchenhol-Taste“.
Aber ich mache Dir keinen Platz. Ich halte den Seitenabstand ein, den ich brauche. Warum sollte ich Dir Platz machen? Mein Fahrrad transportiert genauso viele Menschen zur Arbeit wie Die 520 PS Deines Porsche Cayenne Turbo. Ich verpeste dabei aber nicht die Luft, vergrößere keine Schlaglöcher, gefährde keine anderen VerkehrsteilnehmerInnen, halte mich an die Straßenverkehrsordnung, verstopfe nicht die Innenstadt und blockiere nicht anderen Leuten den Weg zur Arbeit. Ich sehe es einfach nicht mehr ein, mich nur am äußersten Rand des Fahrstreifens, möglichst sogar auf der Fahrbahnmarkierung selbst zu bewegen. Ich brauche Platz und werde ihn mir nehmen, denn ich habe den gleichen gesetzlichen und den höheren moralischen Anspruch darauf.

 

Viele Grüße
Jan Peter

Pegida läuft nicht in Köln #nokoegida

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Randvolle Gegenkundgebung.

 

Der Name war Programm. Die selbsternannten Hüter des sogenannten Abendlandes, die in Dresden noch in erschreckender Stärke aufgelaufen waren, standen in Köln als kümmerlicher Haufen einem breiten Bündnis von Menschen verschiedenster Organisationen gegenüber, die eines einte: der Wille, ein Zeichen für Vielfalt und gegenseitigen Respekt zu setzten. Ich stand in Deutz in Bahnhofsnähe mit vielen netten und fröhlichen Menschen zusammen. Und wir wussten: hier, wo wir stehen, steht kein Nazi. Und das ist gut so.

Besonders schön war dann, dass die Deutzer Brücke von so vielen Gegendemonstranten aufgesucht wurde, dass die Pegida-Deppen ihre Deutschlandfähnchen nur auf der Stelle schwenken konnten und der geplante Zug über den Rhein abgesagt wurde.

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Keine Beleuchtung für Rassisten.

Bereits im Vorfeld hatte die Ankündigung des Erzbistums, die Außenbeleuchtung des Doms abzuschalten, für viel positives Echo gesorgt. Andere Unternehmen und Institutionen zogen nach und auch das Magenta-T des Fernsehturms ist ausgeschaltet worden (wie ich gerade noch vom Sofa aus kontrollieren konnte).

Per Twitter kam dann gerade, als ich schon auf dem Heimweg war, die Meldung, dass die Gegendemonstranten selbst über die Deutzer Brücke ziehen durften. Hehe, das freut mich besonders.