Ich persönlich halte nichts von den Gratiszeitungen, die an den verschiedensten Wochentagen die Briefkästen verstopfen und deren journalistischer Gehalt dem Nährwert von Salat entspricht. Die wenigen Artikel, die darin erscheinen sind eigentlich nur Verpackung für die diversen Anzeigen, Inserate und Prospekte, die mich eigentlich gar nicht interessieren. Ein Blick auf die Titelseite ist das Maximum an Zeit, dass ich neben der Entsorgung in die neben dem Postfach bereitstehende Tonne investiere. Und dieser Blick erfolgt auch nur, da wir keine Lokalzeitung abonniert haben.
Wie dem auch sei: Ich ließ mich dennoch breitschlagen, meine Erfahrungen mit dem Thema Carsharing dem Blatt mitzuteilen. Immerhin übernahm die Redaktion von “kaufen+sparen” die Telefongebühr, indem sie mich sogar zurückrief, als ich eigentlich nur meine Bereitschaft kundtun wollte, mich interviewen zu lassen. Das Interview fand direkt ganz pragmatisch am Telefon statt und dauerte 6:46, inklusive Nachnamen Buchstabieren und dem obligatorischen “getrennt und ohne Bindestrich” auf die Frage nach jenem Vornamen-Fusionator.
Das ist knallharter Journalismus. Die Fragen und Antworten sind so offensichtlich gewesen, dass ich sogar darauf verzichten könnte, den Artikel zu lesen. Doch die Eitelkeit lässt mich wahrscheinlich diesmal die einstudierte VomBriefkastenZumMülleimer-Bewegung überspringen. Vielleicht schicke ich noch ein Photo hinterher…
Wann erscheint eigentlich dieses Blatt?
Salat ist nahrhaft. Du Tünsel.