Da es gerade durch die Medien geht und ich am Wochenende diverse Kilometer auf münsterländischen Radwegen verstrampelt habe, hier mal kurz einige Bemerkungen, die mir auf den 80+ Kilometern eingefallen sind:
Sind Planungsheinis eigentlich böswillig, Autofahrer oder beides? Ich finde es ja begrüßenswert, nicht auf der Mehrzweckspur einer Land- bzw. Bundesstraße fahren zu müssen. Dass der Radweg zwischen zwei Städten/Dörfern sich dann aber so durch den Wald windet, dass die Fahrt künstlich in die Länge gezogen wird, kann doch nicht gewollt sein. Über den Bodenbelag -oder das, was offiziell als Radweg bezeichnet wird – kann ich nur den Kopf schütteln. Einen Anstieg im Wald kann man (auch mit Gepäck) noch verkraften. Aber muss da unbedingt feiner Sand liegen? Ich musste da tatsächlich schieben.
Toll auch, wenn der Radweg sich optisch vom Waldboden nur durch fehlende Bäume unterscheidet. Unter dem Laub kann ja wer weiß was liegen. Und ich soll da her fahren?
Ich hab jedenfalls festgestellt, dass Radreisen im Münsterland auf spontan – sprich unterwegs – festgelegten Routen Glückssache ist. Den rot-weißen Radwanderweg-Schildern vertraue ich nicht mehr. Die weichen außerdem von auf Radkarten eingezeichneten Wegen ab. Geht es nur darum, den Autofahrern die Radler vom Hals zu halten?
Erlebnisse wie diese hatten wir auf unseren Deutschland-Touren auch zur Genüge. Und die Beschilderung ist leider auch nicht immer das Wahre. Aber in England ist es teilweise noch netter – da muss man mannchmal alle anderthalb Kilometer die Straßenseite wechseln, was nicht unbedingt zur Verkehrssicherheit beiträgt.