Die S-Bahn hat sich verfahren und per Twitter wird eine Story draus.

Heute morgen hat sich meine S-Bahn in Düsseldorf verfahren. Da war wohl eine Weiche falsch gestellt.

Ich twitterte:

Offenbar lasen JournalistInnen mit:

Die haben auch direkt eine Meldung daraus gemacht und sogar gefragt, ob alles im Artikel so stimme:

Auch der Marktbegleiter griff die Meldung auf:

Kurz darauf klingelte mein Telefon im Büro. Der WDR war dran und wollte ein Interview.
Die hatten über die Twitter-Bio dieses Weblog gefunden, aus dem Impressum meinen Namen genommen, gegoogelt, meine Dienstnummer gefunden und angerufen. Ich twitterte:

Der WDR ist offenbar auf Zack:

Und bezugnehmend auf diese Story hier, lässt sich feststellen:

Stimmt!

Offenbar erzeugen Pendlerschicksale viele Klicks für Nachrichtenseiten. Die Ereignisse waren ja eigentlich total unspektakulär.

Nachtrag: In der aktuellen Stunde war es gerade auch – ich wurde namentlich erwähnt.

An den wütenden SUV-Fahrer heute morgen

Lieber Autofahrer,

 

Du hast mich gerade angehupt und beim Überholen meines Fahrrades wild den Kopf geschüttelt. Offenbar bin ich Deiner Meinung nach nicht nah genug am Bauzaun entlang gefahren, der am rechten Fahrbahnrand stand. Der mit den Warn-Baken, deren Sockel in die Fahrbahn ragen, Du weißt schon. Okay, für Dein SUV ist das kein Problem, da fährst Du locker drüber. Du nimmst Dir sowieso immer den Platz, den Du brauchst. Zum Beispiel in der zweiten Reihe vor dem Bäcker oder dem Geldautomaten, wenn Dein Panzer nicht in die Parklücken passt oder einzuparken einfach zu aufwendig ist. Man muss nur den Warnblinker anschalten und schon ist man „Kurzzeitparker“. Die Taste nenne ich schon liebevoll „Brötchenhol-Taste“.
Aber ich mache Dir keinen Platz. Ich halte den Seitenabstand ein, den ich brauche. Warum sollte ich Dir Platz machen? Mein Fahrrad transportiert genauso viele Menschen zur Arbeit wie Die 520 PS Deines Porsche Cayenne Turbo. Ich verpeste dabei aber nicht die Luft, vergrößere keine Schlaglöcher, gefährde keine anderen VerkehrsteilnehmerInnen, halte mich an die Straßenverkehrsordnung, verstopfe nicht die Innenstadt und blockiere nicht anderen Leuten den Weg zur Arbeit. Ich sehe es einfach nicht mehr ein, mich nur am äußersten Rand des Fahrstreifens, möglichst sogar auf der Fahrbahnmarkierung selbst zu bewegen. Ich brauche Platz und werde ihn mir nehmen, denn ich habe den gleichen gesetzlichen und den höheren moralischen Anspruch darauf.

 

Viele Grüße
Jan Peter

Leichtläufige Leeze

Leeze

Ich freu mich hier gerade sehr über das Resultat einer Fahrrad-Überholung. Meine Gazelle war in der Werkstatt und hat diverse neue Kleinteile erhalten. Es ist echt enorm, wie sehr ein Mechaniker, der sich mal Zeit nimmt und das Fahrrad auf den Kunden abstimmt, den Fahrspaß verbessern kann. Danke, Veloküche!

Traurig ist, dass ich erst in mehreren Werkstätten fragen musste. So richtig hatte in einigen Läden keiner Lust auf die Reparatur.

Baustellenalarm IV – oh no!

So'n Hals!
Die Stadtwerke werden hier einfach nicht mit ihrer Baustelle fertig. Klar, der lange Winter hat seinen Teil dazu beigetragen, aber aktuell fängt eine neue Baufirma an, die Straße aufzugraben, von der ich gedacht hätte, dass die Leitungen schon fertig erneuert seien. Oder werden Wasser, Strom und Gas einzeln und nacheinander verlegt?
Schön ist auch, dass gelegentlich ein Baustoff-Anhänger auf unserem Bürgersteig parkt und ab und zu ein, zwei Schaufeln Kies und Sand zum Fegen zurücklässt.
Zu allem Überfluss wird irgendwo in der Nachbarschaft auch etwas abgerissen und offenbar werden zu einer Brachfläche Versorgungsleitungen gelegt. Ich fühl mich wie im Neubaugebiet.

Heizung entlüften

Als es vor ein paar Tagen noch richtig kalt war – nicht so ein lauwarmes Scheisswetter wie heute –, hab ich gemerkt, dass ein Heizkörper nicht richtig warm wurde. Am Ventil konnte es nicht liegen, dass hatten die Handwerker im letzten Frühjahr ausgetauscht, da beim alten Ventil der Zapfen im Thermostat, der den Wasserfluss steuert, ziemlich festsaß. Ich hatte den schonmal mit einer Zange bei abgeschraubtem Thermostat lockern müssen.

HeizungsschlüsselAber zurück zum heutigen Problem. Ursache Nr. 1 für nicht warm werdende Heizkörper ist Luft. Um einen Heizkörper zu entlüften, braucht man in der Regel einen schnuckeligen Vierkantschlüssel. Den hatte ich aber nicht. Ich war kurz davor, einen bei Amazon zu bestellen, bin dann aber doch zu Eisen-Klose gefahren. Und tatsächlich, beim vorsichtigen Aufdrehen des Entlüftungsventils kam erst mal eine große Ladung Luft.
Jetzt werden wieder alle Rippen warm. Aber die Minusgrade können mir trotzdem gestohlen bleiben.

Tea-Time IV

Es war an der Zeit, Teenachschub zu ordern.

Offensichtlich hatte ich vergessen, die Lieferung für das Jahr 2012 zu protokollieren, aber bei den E-Mails habe ich den Lieferschein noch gefunden – dies sei hiermit also für die Chronik nachgereicht.

Für das Jahr 2013 sind auf jeden Fall soeben ein Kilo Schwarztee und 500 Gramm Grüntee eingetroffen.

Der bahnfahrende Mensch

Bahngleise

Bereits im letzten, verlinkten, Beitrag ging es um Bahnreisen, nun möchte ich meine eigenen Beobachtungen zum besten geben.
Beobachtungen, die ich in vielen Stunden im Fernverkehr – vor allem auf der Strecke Münster-Freiburg – gemacht habe.
Bei diesen Fahrten ist mir aufgefallen, dass der „Bahnreisende an sich“ in verschiedenen Formen auftritt, die man durchaus kategorisieren kann. Die Liste ist nicht abschließend und manchmal sind die Übergänge fließend, doch haben sich Vorkommen in dieser Art gehäuft bestätigt: Weiterlesen