Auf einen Kaffee nach Colmar

Von Freiburg kommt man gut und günstig rüber ins Elsass. Colmar ist da das Ziel der Wahl und wir haben gedacht, dass man dort gut einen Milchkaffee und ein Gläschen Riesling trinken und einen Flammkuchen verspeisen könnte. Und ja, das ging ganz gut. Leider war es lausig kalt in diesem Frankreich und durch die engen Gassen pfiff ein eisiger Wind. Aber wir haben uns die riesige Fußgängerzone ausführlich angeguckt. Kultur (Isenheimer Altar) dann beim nächsten Mal.

Und ein paar Bilder gibt’s auch…
Weiterlesen

Der bahnfahrende Mensch

Bahngleise

Bereits im letzten, verlinkten, Beitrag ging es um Bahnreisen, nun möchte ich meine eigenen Beobachtungen zum besten geben.
Beobachtungen, die ich in vielen Stunden im Fernverkehr – vor allem auf der Strecke Münster-Freiburg – gemacht habe.
Bei diesen Fahrten ist mir aufgefallen, dass der “Bahnreisende an sich” in verschiedenen Formen auftritt, die man durchaus kategorisieren kann. Die Liste ist nicht abschließend und manchmal sind die Übergänge fließend, doch haben sich Vorkommen in dieser Art gehäuft bestätigt: Weiterlesen

Baden-Tour

Mit so einer Regio-Karte kann man schon viel Gegend innerhalb von 24 Stunden erkunden. Erst eine Runde schwimmen am Schluchsee, dann eine Flasche Wein kaufen in Sasbach.
Am Schluchsee sieht es stellenweise echt aus wie 1970 oder 1980. Ich hoffe, ich habe diesen Eindruck mit den Bildern eingefangen. Als nächstes muss ich mir dann mal den Titisee vorknöpfen.
Ein gelungenes Wochenende.


Irland-Tagebuch 2012 – Tag 13

Killarney – Kerry Airport – Hahn – Frankfurt – Münster
Wir waren reichlich früh an diesem Provinzflughafen und daher die einzigen Reisenden. Nach einiger Wartezeit (Frühstück und free WiFi, yeah!) konnten wir dann den Mietwagen ohne Kratzer (double-yeah!)  abgeben. Die ungefähre Kilometerzahl werde ich mittels Routenplaner noch berechnen; wir hatten zu Beginn den Stand nicht notiert beträgt mindestens 1000 km – ohne Irrfahrten, Umwege, Extratouren, usw.
In fünf Minuten können wir einchecken, um 11 Uhr heben wir ab.
Ein toller Urlaub mit unzähligen Eindrücken und 3 GB Fotomaterial.
Die Reiseberichte sind bereits getippt – iPod sei Dank – und müssen nur noch bebildert und veröffentlicht werden.

Nachbemerkung (Heute)
Die Details der Rückreise erspare ich der Leserschaft. Viel zu spät und recht erschöpft bin ich in Münster angekommen, das muss reichen.
So, ich hoffe, das Lesen hat etwas Vergnügen bereitet. Ich jedenfalls bin mit dem Urlaub zufrieden und kann, wenn mich die Sehnsuch nacht Irland plagt, auf diese Aufzeichnungen zurückgreifen.
Schade, dass der Bericht nun vorbei ist, ich hab gerne jeden Tag erneut an den Urlaub zurückgedacht.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Jan Peter

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 12

Ennis – Killarney
Ennis ist wirklich eine tolle Stadt, wie wir nach dem Frühstück bei einem Bummel feststellen konnten. Tolle Läden, nicht zu klein, nicht zu hektisch, es passte einfach.
Aber wir mussten ja weiter nach Killarney, wo unsere Reise ihren Anfang genommen hatte. Die Fahrt – wieder via Fähre Killimer – Tarbert ging flott. Es regnete zwar aus Eimern, aber in Killarney war es dann besser.
Da uns das erste Hostel nicht gefallen hatte, hatten wir uns in ein anderes eingebucht. Das war zwar sauberer, aber dafür voller Rabauken.
Zunächst sind wir aber noch 10 km durch den Nationalpark gelaufen, der direkt hinter dem Stadtzentrum beginnt. Allerdings liegt bei diesem Nationalpark die Betonung auf Park: geteerte Wege und gemähte Wiesen, das Rotwild ist eingezäunt und man fährt mit der Kutsche umher. Trotzdem ganz nett, nach der ganzen Fahrerei sich noch einmal die Wanderschuhe zu vertreten, auch bei Nieselregen.
Auf dem Rückweg haben wir dann Reiseproviant für den Flug und vor allem das Frühstück am Flughafen gekauft. Zum Abendessen sollte es dann schnell eine Tiefkühlpizza geben. Im Hostel folgte dann der erste Rückschlag: Backofen? Fehlanzeige!
Zudem war die Küche total überfüllt und die Gäste schon reichlich angetrunken. Ob das an der Kirmes in der Stadt lag?
Wir verlegten das Abendessen kurzerhand in die Bar, in der wir schon am ersten Abend gesessen haben.
Dann war irgendwas mit Fußball, aber dafür interessiere ich mich nicht mehr.
Zurück im Hostel war die Party in vollem Gange. Ich vermute, dass die Gäste irgendwann aus dem Hostel herauskomplimentiert wurden, denn sie gröhlten einfach vor der Tür weiter. Die furchtbar schlechte Matratze tat ihr Übriges zu einer bescheidenen Nacht.
Mit Killarney hatten wir einfach kein Glück.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 11

Achill Island – Galway – Ennis

Um nicht die gesamt Strecke Richtung Flughafen Kerry an einem Tag fahren zu müssen und weil ich es im Hostel zu schimmelig fand, fuhren wir schon jetzt zurück Richtung Südwesten. Der geplante Kurztrip über die anderen Ecken der Insel (verlassenes Dorf, Hinkelstein) musste wegen leeren Tanks und schlechter Sicht ausfallen. Im ersten Shop auf dem Festland trafen wir noch kurz unsere Australier aus Cahersiveen und Dingle wieder, die noch weiter in den Norden wollten. Irland ist halt ein Dorf.
Mittagessen gab es in Galway. Menschenmengen und dreispurige Kreisverkehre mit Ampeln (!) kontrastierten zur Einsamkeit der vorherigen Tage. Nach zwei Stunden reichte es uns dann und wir versuchten, Ennis zu erreichen. Dabei kamen mehrere unerwartete Probleme dazwischen. Die Autobahn (“Motorway”) wollten wir gerne vermeiden, doch das ist gar nicht so leicht, wenn unsere Straßenkarte einige Abschnitte noch als “geplant/in Bau” bezeichnet. Wenn dann die nächste Abfahrt erst nach 17 km kommt, kann man sich schon mal ärgern.
Immerhin hatte ich so die große Ehre, den unter Lindenstraßenfans berühmten Ort Clarinbridge zu durchfahren, allerdings ohne das Hotel zu sehen.

Der zweite Versuch, mit einem eingeplanten Umweg am Burren-Nationalpark entlang, verlief dann viel besser und nach einer kurzen Pause an einem See fuhren wir zum zweiten mal Ennis an – diesmal von Westen.

Unser Hostel fanden wir dann auch relativ schnell, doch bei der Parkplatzsuche machten wir relativ viele unfreiwillige Stadtrundfahrten durch sämtliche Gassen, Einbahnstraßen und Kreisverkehre der Stadt. Wir parkten letztendlich dort, wo wir zuerst das Hostel erspäht, aber den Eingang nicht gesehen hatten.
Das Rowan Tree Hostel (unser bisher teuerstes) entschädigte aber für alle Nervenschäden. Alles neu, alles sauber, hell, groß, professionell. In der Küche Edelstahl, die besten Matratzen unserer Reise, insgesamt absolut zu empfehlen.
Nach einer Fertigmahlzeit bummelten wir noch durch die hübsche und gemütliche Stadt, um uns dann in einer Lounge (“yolo – you only live once”) das “Verfahren zur Ermittlung eines Siegers” im Spiel Portugal vs. Spanien anzusehen.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 10

Letterfrack – Achill Island
Jetzt war es langsam genug mit Letterfrack. Nach einem kurzen Provianteinkauf im örtlichen Shop ging es die Bundesstraße hoch nach Norden. Bereits nach fünf km hatten wir den ersten Stop eingeplant. Wir wollten uns Kylemore Abbey, eine gotische Klosteranlage, wenigstens von außen ansehen. Aber da die Iren selbst dafür Geld haben wollten, fuhren wir nach einem Foto weiter. Nach einer Weile ließ der Verkehr merklich nach und die Landschaft wurde wilder, weiter. Auf die Achill-Island kann man über eine Brücke fahren. Zum Glück, sonst wäre dort vermutlich noch weniger los. Das Hostel ist ein altes Jagdschlösschen, das in den 90ern renoviert wurde und seitdem verschimmelt vielleicht mal wieder generalgereinigt gehört.
Es scheint so zu sein, dass Eigentümer, die neben dem Hostel noch Gastronomie betreiben, manchmal etwas nachlässig werden.
Unser Wirt in Letterfrack hatte uns darauf hingewiesen, dass auf Achill Islands die höchsten Seeklippen Europas seien. Die wollten wir uns nicht entgehen lassen, doch leichter gesagt als getan. Den grundsätzlichen Standort konnten wir einer Karte entnehmen, also fuhren wir Richtung Westzipfel der Insel. Der Zwischenstopp (Tee und warmer Schokoladenkuchen mit Vanilleeis) wurde recht lautstark durch eine Horde bajuwarischer Motorradfahrer unterbrochen, die verzweifelt aber beharrlich versuchten, Kaffee und Kuchen zu bestellen. Dieses bairisch-Englisch kann aber auch kein Mensch verstehen.
Am Ende der Insel dann die Ernüchterung: der scheinbare Wanderweg ist ein Fluß, Wegweiser oder wenigstens ein Trampelpfad waren Fehlanzeige. Nach einigen Minuten drehten wir um, da dass Ziel zwar zu erahnen, aber mangels Weg und wegen der Hindernisse nicht zu erreichen war.
Doch manchmal muss man nur Glück haben. Kurz vor dem Parkplatz fragten wir eine kleine Gruppe, die auch dort umherirrte, ob sie den Weg zu den Klippen kennen würden.
Sie kannten! Die Dame habe hier als Archäologin gearbeitet, das (von uns vorher völlig ignorierte) verfallene Haus dort drüben sei dies des Captain Boycott (ja, der Boycott!) und wenn man der Mauer dort drüben folge, bei den zwei Schafen da hinten abböge und über diesen Kamm liefe, könne man die Flüsse gut überqueren und könne man direkt hoch zur Steilküste. Perfekt, genau so machten wir es dann. Der Ausblick war atemberaubend – schlecht. Wir waren im Laufe des Anstiegs über feuchte Wiesen in einer Wolke gelandet und man konnte das Meer 250 Meter unter uns nicht sehen. In Irland ändert sich das Wetter jedoch manchmal binnen Minuten und so verzog sich die dicke Wolke dann doch und gab den Blick in die Tiefe frei. Herrlich! Und endlich mal eine Unternehmung, die abseits der Reiseführer-Empfehlungen lag. Diesen Ausblick hatten wir uns – mit etwas Glück – selbst erarbeitet.
Zurück im Hostel gab es dann auch nur noch Abendessen (man möge raten) und ein Pint im angegliederten Pub. Einen Ort zum Erkunden gab es nicht, man hätte allenfalls die Schlaglöcher in der Nachbarschaft zählen können.