Zwei-einhalb Zentner

Überaschung auf dem Weg zum Amt: Rund um die Ludgeristraße in der münsteraner Innenstadt ist kein Durchkommen. Allerorts stehen Menschen, die aussehen, als müssten sie arbeiten. Hinter Flatterband die leere Fußgängerzone. An einigen Straßenecken warten Feuerwehr und Rettungswagen, zwischendurch ist immer wieder Martinshorn zu hören. Dreharbeiten? Nein. Bombenfund. „Da hat einer einen Boiler vergraben..“ Genauergesagt eine 2,5 Zentner (125 kg, ich habs mal besser nachgesehen) Fliegerbombe. Ein Bagger beim Neubau der Münster Arkaden hatte die plötzlich in der Schaufel. Und prompt steht alles still. Mein Bürohaus ist nicht evakuiert worden, das soll sowieso bald abgerissen werden, meint die Kollegin Halb 10 war der Spuk dann vorbei. Wozu auch die Aufregung – das alte Gebäude stand schließlich auch 60 Jahre in Frieden auf der Bombe.

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