Hörsaalbeleuchtung

Zeit, sich mal wieder über die Technik in der Uni auszulassen..

Wie man sich vorstellen kann, sind Jura-Professoren keine technischen Genies. Das brauchen sie auch nicht zu sein, schließlich haben sie andere Qualifikationen mit denen sie sich durchaus ihren Respekt bei den Studierenden verschaffen können.
Dennoch ist es manchmal amüsant, den Kampf der Dozenten mit der Technik des Raumes mitzuerleben.

Mein Standardhörsaal hat so ein nachgerüstetes Terminal, mit dem man das Licht und die Belüftung regeln kann – theoretisch.
Unser höchst geschätzter Dozent war nun der Ansicht, dass die eine Leuchtstoffröhre eine unzureichende Illumination bedeute. Ein Druck auf den Lichtschalter, der trotzt des Terminals an zwei Seiten des Raumes zu finden ist, schaltete die einsam leuchtende Röhre aus – und wieder ein. Fehlanzeige.

„Wenn es ihnen Recht ist, werde ich in der Pause jemanden suchen, bei dem ich den Antrag stellen kann, die Deckenbeleuchtung einzuschalten“ – Szenenapplaus.

In der Pause ging das Spiel weiter. Ein Teil der Lampen ist pfiffigerweise so angebracht, dass man ein- und ausschalten kann, ob die Projektion des Videobeamers lesbar sein soll oder eben nicht. Unser Prof erkannte dies und schaltete die Lampen vernünftig – immer noch auf der Suche nach der Deckenbeleuchtung unter Verzicht auf fremde Hilfe.
Hilfe studentischer Seite wurde ihm erstaunlicherweise nicht angeboten, obwohl einige Kommilitonen vor Veranstaltungsbeginn gelegentlich die Lampen einschalten, damit wir noch gepflegt in der Zeitung blättern können.

Nach der Pause dann erstaunen bei den Studentinnen und Studenten die für Kaffee und Schokoriegel und andere Bedürfnisse den Hörsaal verlassen hatten: Das Licht brannte. Die zur Leinwand gerichteten Strahler und Röhren waren aus UND die Oberlichter waren zum Lüften geöffnet.

Die Erklärung folgte sofort. Nach der Trial-and-Error Methode erschloss sich dem Rechtswisssenschaftler folgendes:

1. Die Lichtschalter an den Türen sind nur Attrappen.
2. Um die Lichter einzuschalten, muss man zwingend zunächst die Fenster öffnen.
3. Erst ein Druck auf „aus“ schaltet das Licht ein.

Wir lassen das mal so dahingestellt und freuen uns auf die nächste Sitzung!

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