Chemie des Todes

Die Zweitverwertungsrechte von Weihnachtsgeschenken lohnen sich. „Chemie des Todes“ von Simon Beckett war ein äußerst spannender Thriller. Ständig ist man, wie im klassischen Krimi üblich, auf Mördersuche. Dabei ist der Protagonist gar nicht Detektiv, Polizist oder Profiler. Er ist Arzt mit forensischer Berufserfahrung, von der er eigentlich nichts wissen will.

Aber manchmal kommt es anders als man denkt und so entwickelt sich im stickigen Sommer des englischen Kuhkaffs Manham eine arg bedrohliche Atmosphäre. Jeder verdächtigt jeden. Dass der Mörder einer der ihren sein muss, ist den Dorfbewohnern bald klar. Und ein Thriller schafft es meines Erachtens nicht in die Bestsellerlisten, wenn der Mörder (oder die Mörderin?) eine Figur (oder Figurin?) ist, die erst auf den letzten 15 Seiten zum ersten mal auftritt.

„Anschließend möchte man nicht beerdigt, sondern verbrannt werden“, meinte der von mir mit dem Buch beschenkte. Doch Angesichts der vielen C.S.I. – Ableger mit der obligatorischen Leichenöffnung in Nahaufnahme sind die paar Käfer, Maden und Verwesungsprozesse gar nicht so schlimm. Auf jeden Fall aber ein Kontrastprogramm zu Inga Lindström und Rosamunde Pilcher, deren Geschichten ja in ähnlichen Gegenden spielen.

Genug der Werbung. Lesen!

2 Gedanken zu „Chemie des Todes

  1. Der Bestsellerautor Simon Beckett kommt nach Deutschland, um seinen neuesten Thriller Leichenblässe zu präsentieren.

    18. März 2009 um 20:00 Uhr: Köln – im Rahmen der lit.COLOGNE, Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Severingstr. 241
    19. März 2009 um 20:15 Uhr: Düsseldorf – Mayersche Buchhandlung auf der Königsallee 18
    20. März 2009 um 18:00 Uhr: München – im Rahmen des Krimifestivals, Institut für Rechtsmedizin, Neuer Sektionssaal der Rechtsmedizin, Nußbaumstr. 26

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