100 things to do before you die (V) im Theater früher gehen

Ich möchte mich im Vorfeld dieses Beitrages bei den Protagonisten entschuldigen. Es ist ja schließlich leicht, alles besser zu wissen und besser machen zu wollen.

Stimmt!

Da will man mal was tolles erleben und geht zu einer (kostenlosen) Veranstaltung im Theaterlabor der Uni Münster, wo Studenten eigene Stücke unter eigener Regie selbst aufführen. Dann diese Enttäuschung.

Ich glaube, wir waren die einzigen Zuschauer, die nicht mit den Darstellern befreundet waren, obwohl der Laden randvoll war. Nur so erklärt sich der Applaus. Denn weder das Stück, noch die darstellerische Leistung haben das Klatschen in der Länge und Intensität gerechtfertigt.
Knallhart wurden die besten Pointen versiebt.
Das erste der drei Stücke war ja schon übel. Nach dem zweiten fanden wir es (das erste) dann auf einmal „gar nicht so schlecht“ im Vergleich zum gerade Ertragenen. Das dritte hab ich mir dann nicht mehr angesehen.
Wenn schon der rote Faden an der Decke aufgehängt werden muss, damit die Zuschauer ihn finden, dann ist es doch vielleicht nötig, dass Drehbuch umzuschreiben neuzuschreiben.

Dabei hatten die Damen und Herren einige tolle Ansätze. Fünf Personen im Auto auf der Fahrt in die Hauptstadt. „Münster – Berlin, 25 €“. Die Fahrgäste kennen sich nicht, denn sie nutzen die Mitfahrzentrale. Hört sich doch gar nicht schlecht an.

Oder folgendes: Eine Toilettennutzerin stellt fest, dass sie in der Kabine kein Papier mehr vorhanden ist und hat Probleme, diesen Missstand ihrer „Nachbarin“ mitzuteilen.

Wenn dann aber ein gespielter Witz Theater sein soll, dann läuft irgendwas nicht rund.
Davon kann ein Theaterabend halt nicht leben. Schade.

2 Gedanken zu „100 things to do before you die (V) im Theater früher gehen

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