Kalte Asche

Simon Becketts zweiter Roman mit der Hauptfigur des Antropologen David Hunter ist meiner Leselust zum Opfer gefallen. Die freundliche Leihgabe meines Mitbewohners wirkt noch durchdachter als der von mir hochgelobte Vorgänger „Chemie des Todes“.


Allen neugierigen Googleanfragen zum Trotz wird hier nicht die Frage nach dem Mörder beantwortet. Diese ist auch -im Gegensatz zu klassischen Krimis- zweitrangig. Viel wichtiger ist wieder die dichte Atmosphäre. Eine Hebriden-Insel im Sturm, eine Leiche in einem verfallenen Cottage, und verschrobene Inselbewohner lassen den Leser gruseln. Zum Glück setzt Beckett nicht auf Gespenster oder übernatürliche Phänomene, sondern auf das Wettrennen zwischen Ermittlern und Täter. Das dieses Rennen auf der Ziellinie entschieden wird, mag sein. Wer jedoch obsiegt, muss die Leserschaft selbst herausfinden.

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