Warum die Steuererleichterung für Hotels nach hinten losging

Es wird ja viel diskutiert über die Taten der Mövenpick-Partei, peinlicherweise zurückgerudert und dann doch nichts geändert.

Aber der Gesetzgeber hat einfach mal aus der Hüfte ein Gesetz auf die Bürger losgeschossen, dass nicht nur aus einer fragwürdigen Motivation entstanden ist, sondern auch noch das Ziel verfehlt.

Ein erstes: Der Tourismus soll angekurbelt werden.

Aber welcher Hotellier gibt die Steuererleichterung an die Gäste weiter? Ich unterstelle, dass das Geld in die Kasse der Unternehmer wandert.

Damit wären wir beim zweiten:

Die Angestellten im Hotelgewerbe werden sicherlich nicht mit Steuergeschenken oder Gehaltsverbesserungen bedacht.

Der dritte Punkt ist aber der Entscheidende:

Für die Übernachtung im Hotel werden 7% Steuer fällig, für das Frühstück jedoch 19%. Daher muss dieser Posten auf Rechnungen gesondert ausgewiesen werden. Und so entstehen die Probleme.

Da wäre auf Hotel-Seite der erhöhte Verwaltungsaufwand. Das könnte man mit entsprechender Kassensoftware in den Griff bekommen.

Auf Seiten der Gäste kommt jetzt der Knackpunkt. Steht ein Frühstück auf der Rechnung z.B. bei einer Dienstreise, kann die Controlling-Abteilung sich jetzt herrlich über die fragwürdigen Kosten beschweren.
Kostet ein Frühstück mehr als 4,99€, so muss es, falls man es nicht selbst bezahlt, als Zuwendung versteuern.

Folglich brechen die Frühstücksbestellungen Geschäftsreisender ein. Und da beschwert man sich halt bei der FDP.

Und wir können zusehen, wie die sich selbst zerfleischen.

Ein Gedanke zu „Warum die Steuererleichterung für Hotels nach hinten losging

  1. alles ist wirklich sehr verwickelt und es gibt echt viel menschen, die ziemlich unzufrieden sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.