Irland-Tagebuch 2012 – Tag 5

Dingle – Dingle – Kilkee –Doolin
An diesem Tag stand die bis dahin längste Autofahrt an. Ein kleines Stück konnten wir mit eine Fähre abkürzen und auf dem zweiten Teil waren auch keine Touristenbusse unterwegs, die auf den engen Straßen in Dingle oder am Ring of Kerry häufig zu Ausweichmanövern zwangen. Aber der Reihe nach:
Zuerst wollten wir noch die Dingle Peninsula abgrasen, wenn auch nur im Schnelldurchgang mit dem Auto. Ein Rundweg in die westlichste Ecke Europas führt über eine Straße, wie man sie aus alten Autorenn-Spielen („TestDrive“) kennt – links Steilküste, rechts Felswand – einmal rum (daher Rundweg).  Das Gallarus Oratory haben wir uns nur von weitem angesehen, auch wenn dieser Steinbau alt ist, ist er doch unspektakulär. Zudem war ich auch schon mal dort. Die zahlreichen Museen hier sind übrigens meist recht klein und bestehen meist vornehmlich aus einem „audio-visuell theatre“ – auf deutsch einem Fernseher, der ein altes VHS-Band zeigt. Ich hab dann auch noch kurz angehalten, um „unseren“ alten Pub zu fotografieren. Leider war er noch geschlossen, so dass ich nicht nach dem Rechten (und dem uralten Stammkunden an der Bar) sehen konnte.
Zurück in Dingle machten wie uns dann auf den Weg nach Norden über den Connor Pass. Dieser Bergpass ist eine Attraktion für sich und ich war froh, nur einen Kleinwagen zu fahren. Nachdem wir in Tralee etwas zickzack und durch alle Kreisverkehre rund um den Stadtkern gefahren sind (immer schön im Uhrzeigersinn), fanden wir den Weg zur Fähre über die Mündung des Shannon dann doch. Der Rest der Strecke war recht unspektakulär, auch die Fähre war praktisch, aber kein Highlight. Besser wurde es dann in Kilkee. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Cliffs of Moher, jedoch ganz ohne Visitor Centre und Touri-Busse.
Gegen Abend erreichten wir dann unser Hostel („Rainbow Hostel“) in Doolin, einem Ort, der für Musik Sessions berüchtigt ist. Außer den nahegelegenen Cliffs of Moher hat Doolin aber auch nichts zu bieten. Der 2,7 km entfernte Shop ist so klein, da hab ich schon besser sortierte Tankstellen gesehen. Zum Glück hatten wir uns in Dingle für ein weiteres Curry bevorratet. Abends wurden wir dann Ohren- (wenn auch wegen abgelegener Sitzplätze nicht Augen-) zeuge unserer ersten irischen Livemusik.
Das Hostel hat übrigens das bisher jüngste Publikum. Irgendwann in der Nacht habe ich dann doch durchgerungen, den Gehörschutz zu suchen.

7 Gedanken zu „Irland-Tagebuch 2012 – Tag 5

  1. Yeah, in Doolin haben wir 2006 auch einmal genächtigt. Legendär auch die ganzen 80 km/h-Schilder am Straßenrand. Das wäre auch ganz ohne Gegenverkehr nicht selten lebensmüde gewesen …

  2. Die Höchstgeschwindigkeiten sind echt ein Witz. Und auf den richtigen Autobahnen ist nur 120.

  3. Hihi. Die sind wohl alle nach dem Gang durchs Watt noch nicht wieder runtergekrempelt …

  4. Ihr habt ja von der Dingle-Halbinsel wenigstens was gesehen – schön! Als wir dort unterwegs waren (mit der Leeze wohlgemerkt), hatten wir so einen dichten Nebel, dass wir grad mal ein paar Meter weit sehen konnten. Deswegen wurde auch der Connor-Pass aus dem Progamm genommen.

  5. Ja, wenn da der Nebel einmal festhängt, kann man nur Pints trinken weiterfahren.

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