Irland-Tagebuch 2012 – Tag 11

Achill Island – Galway – Ennis

Um nicht die gesamt Strecke Richtung Flughafen Kerry an einem Tag fahren zu müssen und weil ich es im Hostel zu schimmelig fand, fuhren wir schon jetzt zurück Richtung Südwesten. Der geplante Kurztrip über die anderen Ecken der Insel (verlassenes Dorf, Hinkelstein) musste wegen leeren Tanks und schlechter Sicht ausfallen. Im ersten Shop auf dem Festland trafen wir noch kurz unsere Australier aus Cahersiveen und Dingle wieder, die noch weiter in den Norden wollten. Irland ist halt ein Dorf.
Mittagessen gab es in Galway. Menschenmengen und dreispurige Kreisverkehre mit Ampeln (!) kontrastierten zur Einsamkeit der vorherigen Tage. Nach zwei Stunden reichte es uns dann und wir versuchten, Ennis zu erreichen. Dabei kamen mehrere unerwartete Probleme dazwischen. Die Autobahn („Motorway“) wollten wir gerne vermeiden, doch das ist gar nicht so leicht, wenn unsere Straßenkarte einige Abschnitte noch als „geplant/in Bau“ bezeichnet. Wenn dann die nächste Abfahrt erst nach 17 km kommt, kann man sich schon mal ärgern.
Immerhin hatte ich so die große Ehre, den unter Lindenstraßenfans berühmten Ort Clarinbridge zu durchfahren, allerdings ohne das Hotel zu sehen.

Der zweite Versuch, mit einem eingeplanten Umweg am Burren-Nationalpark entlang, verlief dann viel besser und nach einer kurzen Pause an einem See fuhren wir zum zweiten mal Ennis an – diesmal von Westen.

Unser Hostel fanden wir dann auch relativ schnell, doch bei der Parkplatzsuche machten wir relativ viele unfreiwillige Stadtrundfahrten durch sämtliche Gassen, Einbahnstraßen und Kreisverkehre der Stadt. Wir parkten letztendlich dort, wo wir zuerst das Hostel erspäht, aber den Eingang nicht gesehen hatten.
Das Rowan Tree Hostel (unser bisher teuerstes) entschädigte aber für alle Nervenschäden. Alles neu, alles sauber, hell, groß, professionell. In der Küche Edelstahl, die besten Matratzen unserer Reise, insgesamt absolut zu empfehlen.
Nach einer Fertigmahlzeit bummelten wir noch durch die hübsche und gemütliche Stadt, um uns dann in einer Lounge („yolo – you only live once“) das „Verfahren zur Ermittlung eines Siegers“ im Spiel Portugal vs. Spanien anzusehen.

2 Gedanken zu „Irland-Tagebuch 2012 – Tag 11

  1. „Irland ist ein Dorf“ – wie rech du hast. Wir haben auf unserer Reise einen Schweizer Radfahrer insgesamt vier mal getroffen, das letzte Mal am Flughafen.

    Von der Rückreise abgesehen hattet ihr ja eine schöne Tour. Vieles habn wir auch gesehen, Achill Island haben wir aber wetter- und zeitbedingt nicht mehr geschafft.

  2. Wenn man nicht alles gesehen hat, dann muss man halt noch einmal losfahren.
    Aber die nächste Reise geht in die Sonne!

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