S-Bahn evakuiert

Ich habe ja schon viele Späße mit und in der Bahn erlebt, aber heute konnte ich wieder ein Highlight hinzufügen – unser Zug wurde geräumt. Die S11, mit der ich 2-3 mal die Woche nach Düsseldorf fahre, ist auf freier Strecke liegen geblieben. Bereits vor meinem Startbahnhof sah ich, wie zwei Bahnmitarbeiter ausstiegen und am Triebwagen rumhantierten. Wäre ich mal nicht eingestiegen…

Bin ich dann aber doch, denn schon da hatte ich gut 25 Minuten Verspätung. Kurz vor dem nächsten Halt verreckte der Zug dann erneut – diesmal war die Reanimation erfolglos. So standen wir etwa 90 Minuten vor Longerich. Zwischenzeitlich fiel auch noch die Lüftung aus, aber es sind ja draußen keine 36°C.

Irgendwann kam dann die Ansage, dass der Zug geräumt werden müsse – es passierte aber nichts. Auch per Twitter konnte mir der sonst sehr geschätzte Bahn-Service keine Informationen geben. Irgendwann riss offenbar einigen Mitreisenden der Geduldsfaden und sie hoben per Nothebel die Türverriegelung auf, um zum Bahnhof zu laufen. Der Versuch, diese Reisenden per Lautsprecherdurchsage aufzuhalten, war nur semi-erfolgreich. Ich hab aber auf die offizielle „Rettung“ gewartet und noch bei den Kinderwagen angepackt und anderen beim Überwinden der schon sehr hohen Stufe die Hand gereicht. Übers Gleisbett ging es dann ein kurzes Stück zum Bahnsteig. Gerettet! (und zwei Stunden verspätet).

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Ein Gedanke zu „S-Bahn evakuiert

  1. Das letzte Bild erinnert mich fatal an ein ähnliches Erlebnis.

    Als ich vor Jahren mal von Essen nach Münster fahren wollte, blieb der Zug auch auf freier Strecke in Recklinghausen stehen. Allerdings durften wir nach ein paar Minuten aussteigen, übers Gleisbett laufen und wir kamen an einer Schrebergartenanlage an. Die freundlichen Kleingärtner boten uns Kaffee und weitere Getränke an, bis endlich nach über einer Stunde der Bus kam und uns Richtung Bahnhof fuhr!

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