Sattelbruch

Nichts hält ewig. Nach fünf Jahren hat es den Sattel meines Fahrrads mal wieder zerlegt. Diesmal hat es nicht den Schaumstoff sondern sogar die tragende Metallstrebe erwischt. Der neue Sattel war sogar drei Euro günstiger, ist aber – soweit ich dies nach kurzem Probesitzen beurteilen kann – auch etwas unbequemer. Vielleicht brauche ich doch mal ein neues Fahrrad, die Ausfallerscheinungen nehmen zu.

Spaß mit der Behörde

… oder wie ich eine halbe Stunde Arbeitszeit vernichte.

Da wirft man selbst Post in den Behördenbriefkasten, um Fristen zu wahren und dennoch trudelt hier sechs Tage später ein Schreiben ein, weil die Damen und Herren noch auf meine Post warten.
Da denkt man, man könnte dies kurz telefonisch aus der Welt schaffen, aber da hat man die Rechnung ohne den Kantinenwirt gemacht, der die Mitarbeiter zum Zeitpunkt meines Anrufes mit Speisen und Getränken versorgte.
Da denkt man, nach der Mittagspause könnte man es ja mal versuchen und dann ist der Anschluss mit der im Schreiben angegebenen Nummer ständig besetzt, der andere Anschluss ist unbesetzt – es geht niemand dran.
Da bekommt man dann endlich jemanden an die Strippe und klärt die Mitarbeiterin über das Anliegen auf.
Da stellt diese fest, dass mittlerweile mein Schreiben eingegangen ist.
Da frage ich, ob der bei mir eingegangene Brief nunmehr gegenstandslos geworden sei, was man mir bejahte.
Da bedankte und verabschiedete ich mich.
Da war die halbe Stunde weg.

Ständig unbekannte Anrufe

In letzter Zeit klingelte relativ häufig mein Mobiltelefon. Auf dem Display erschien als Anrufer „Unbekannt“. Wenn ich dran ging, meldete sich niemand am anderen Ende der Leitung. Es waren aber auch keine Geräusche zu hören und ich konnte das „Gespräch“ beliebig lang fortführen.
Irgendwann kam ich dann mal auf die Idee, dass es an meinem Telefon liegen könnte und überprüfte die gar nicht so übersichtlichen Einstellungsmöglichkeiten des gar nicht mal so tollen Teils.
Und siehe da – ich hatte die Option „Täuschungsanrufe“ aktiviert. Wenn man zu lange auf die Lautstärketaste drückt – was in der Hosentasche schon mal automatisch geschehen kann, ruft das Handy nach einer festgelegten Zeit sich selbst an. Das ist wohl dazu gedacht, sich verflüchtigen zu können, wenn man sich festquatscht.
Ich hab diesen Quatsch jetzt jedenfalls abgeschaltet. Aber gut zu wissen, dass es funktioniert.

Neue Einsatzstelle

Die Herbst- und Wintermonate bringen es ja leider mit sich, dass man an manchen Tagen im Dunkeln zur Arbeit fährt und im Dunkeln zurückfährt und einiges nie bei Tageslicht zu Gesicht bekommt. Dafür erlaubt die frühe Dämmerung zum Teil wunderbare Fotoaufnahmen. Hier zum Beispiel die Bibliothek am Leonardo-Campus. Gegenüber habe ich zur Zeit mein Büro. Den absolut sehenswerten Sonnenuntergang konnte ich leider nicht ablichten – da ging die Arbeit vor. Aber zum Glück geht die Sonne ja täglich unter und irgendwann ist der Himmel wieder so bunt gefärbt.

Bügeleisentrauma II

Anscheinend habe ich mein Bügeleisentrauma überwunden. Zu einer Krawatte, die ich ja gezwungenermaßen von Zeit zur Zeit tragen muss, gehört nunmal ein gebügeltes Hemd. Damit ich das selbst erledigen kann, nenne ich nun ein Bügeleisen mein eigen. Die Resultate sind schon ganz okay. Es ist nichts verbrannt, keine Wasserflecken und nicht mehr falten als vor dem Bügeln. Vielleicht muss ich ja mal meiner Mutter über die Schulter schauen. Oder bei Youtube nach Anleitungen suchen.

„Guten Tag, ich möchte durch eine Frage ihr Interesse an der Bibel wecken …“

Es klingelte an der Tür. Ein älterer Mann, im Anzug und leichtem Mantel mit brauner Ledertasche wollte mit mir über Gott sprechen. Das war wohl gerade meine erste Begegnung mit den zeugenden Jehovas Jehovas Zeugen seit Jahren. Ich hab den Herrn auch nur knackig aus dem Haus verwiesen. Diskutieren brauch ich mit ungebetenen Gästen zum Glück ja nicht. Mein Hausflur gehört mir.
Immerhin war die Zeit ja ganz erträglich. Früher standen die mal paarweise am frühen Samstagmorgen auf der Fußmatte. Wie sind eure Erfahrungen? Diskutiert ihr?

Krawattenzwang


Nachdem ich damals bei einem Praktikum in einer Schule in England bereits gezwungen war, Krawatte zu tragen (was ich aber mit Comic-Motiven konterkarierte), und ich abgesehen von festlichen Anlässen nur zur Weiberfastnacht zum Langbinder griff, muss ich nun wieder dienstlich Schlips zum Hemd tragen. Na toll, immerhin kann ich den Knoten ohne Anleitungsvideo binden.

P.S. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich ab jetzt Krawatten zu Weihnachten geschenkt bekommen will!

Neue Schluffen II

Nachdem mein Rad neu bereift wurde, habe ich mir Anlässlich einer Feierlichkeit am Wochenende neue Schuhe gekauft. Fast wäre das Unterfangen daran gescheitert, dass die Schuhgeschäfte in der Innenstadt in meiner Größe nur eine äußerst knappe Auswahl führen – wenn überhaupt was in 48 vorrätig ist.
In meiner Heimatstadt wäre ich zu Natz P. gegangen und hätte vom Chef persönlich eine Palette an brauchbaren Tretern präsentiert bekommen. Hier musste ich erstmal einen brauchbaren Laden finden.
Zum Glück ist die Aktion doch noch gelungen und ich bin mit Preis und Komfort zufrieden.