Baden-Tour

Mit so einer Regio-Karte kann man schon viel Gegend innerhalb von 24 Stunden erkunden. Erst eine Runde schwimmen am Schluchsee, dann eine Flasche Wein kaufen in Sasbach.
Am Schluchsee sieht es stellenweise echt aus wie 1970 oder 1980. Ich hoffe, ich habe diesen Eindruck mit den Bildern eingefangen. Als nächstes muss ich mir dann mal den Titisee vorknöpfen.
Ein gelungenes Wochenende.


Irland-Tagebuch 2012 – Tag 13

Killarney – Kerry Airport – Hahn – Frankfurt – Münster
Wir waren reichlich früh an diesem Provinzflughafen und daher die einzigen Reisenden. Nach einiger Wartezeit (Frühstück und free WiFi, yeah!) konnten wir dann den Mietwagen ohne Kratzer (double-yeah!)  abgeben. Die ungefähre Kilometerzahl werde ich mittels Routenplaner noch berechnen; wir hatten zu Beginn den Stand nicht notiert beträgt mindestens 1000 km – ohne Irrfahrten, Umwege, Extratouren, usw.
In fünf Minuten können wir einchecken, um 11 Uhr heben wir ab.
Ein toller Urlaub mit unzähligen Eindrücken und 3 GB Fotomaterial.
Die Reiseberichte sind bereits getippt – iPod sei Dank – und müssen nur noch bebildert und veröffentlicht werden.

Nachbemerkung (Heute)
Die Details der Rückreise erspare ich der Leserschaft. Viel zu spät und recht erschöpft bin ich in Münster angekommen, das muss reichen.
So, ich hoffe, das Lesen hat etwas Vergnügen bereitet. Ich jedenfalls bin mit dem Urlaub zufrieden und kann, wenn mich die Sehnsuch nacht Irland plagt, auf diese Aufzeichnungen zurückgreifen.
Schade, dass der Bericht nun vorbei ist, ich hab gerne jeden Tag erneut an den Urlaub zurückgedacht.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Jan Peter

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 12

Ennis – Killarney
Ennis ist wirklich eine tolle Stadt, wie wir nach dem Frühstück bei einem Bummel feststellen konnten. Tolle Läden, nicht zu klein, nicht zu hektisch, es passte einfach.
Aber wir mussten ja weiter nach Killarney, wo unsere Reise ihren Anfang genommen hatte. Die Fahrt – wieder via Fähre Killimer – Tarbert ging flott. Es regnete zwar aus Eimern, aber in Killarney war es dann besser.
Da uns das erste Hostel nicht gefallen hatte, hatten wir uns in ein anderes eingebucht. Das war zwar sauberer, aber dafür voller Rabauken.
Zunächst sind wir aber noch 10 km durch den Nationalpark gelaufen, der direkt hinter dem Stadtzentrum beginnt. Allerdings liegt bei diesem Nationalpark die Betonung auf Park: geteerte Wege und gemähte Wiesen, das Rotwild ist eingezäunt und man fährt mit der Kutsche umher. Trotzdem ganz nett, nach der ganzen Fahrerei sich noch einmal die Wanderschuhe zu vertreten, auch bei Nieselregen.
Auf dem Rückweg haben wir dann Reiseproviant für den Flug und vor allem das Frühstück am Flughafen gekauft. Zum Abendessen sollte es dann schnell eine Tiefkühlpizza geben. Im Hostel folgte dann der erste Rückschlag: Backofen? Fehlanzeige!
Zudem war die Küche total überfüllt und die Gäste schon reichlich angetrunken. Ob das an der Kirmes in der Stadt lag?
Wir verlegten das Abendessen kurzerhand in die Bar, in der wir schon am ersten Abend gesessen haben.
Dann war irgendwas mit Fußball, aber dafür interessiere ich mich nicht mehr.
Zurück im Hostel war die Party in vollem Gange. Ich vermute, dass die Gäste irgendwann aus dem Hostel herauskomplimentiert wurden, denn sie gröhlten einfach vor der Tür weiter. Die furchtbar schlechte Matratze tat ihr Übriges zu einer bescheidenen Nacht.
Mit Killarney hatten wir einfach kein Glück.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 11

Achill Island – Galway – Ennis

Um nicht die gesamt Strecke Richtung Flughafen Kerry an einem Tag fahren zu müssen und weil ich es im Hostel zu schimmelig fand, fuhren wir schon jetzt zurück Richtung Südwesten. Der geplante Kurztrip über die anderen Ecken der Insel (verlassenes Dorf, Hinkelstein) musste wegen leeren Tanks und schlechter Sicht ausfallen. Im ersten Shop auf dem Festland trafen wir noch kurz unsere Australier aus Cahersiveen und Dingle wieder, die noch weiter in den Norden wollten. Irland ist halt ein Dorf.
Mittagessen gab es in Galway. Menschenmengen und dreispurige Kreisverkehre mit Ampeln (!) kontrastierten zur Einsamkeit der vorherigen Tage. Nach zwei Stunden reichte es uns dann und wir versuchten, Ennis zu erreichen. Dabei kamen mehrere unerwartete Probleme dazwischen. Die Autobahn („Motorway“) wollten wir gerne vermeiden, doch das ist gar nicht so leicht, wenn unsere Straßenkarte einige Abschnitte noch als „geplant/in Bau“ bezeichnet. Wenn dann die nächste Abfahrt erst nach 17 km kommt, kann man sich schon mal ärgern.
Immerhin hatte ich so die große Ehre, den unter Lindenstraßenfans berühmten Ort Clarinbridge zu durchfahren, allerdings ohne das Hotel zu sehen.

Der zweite Versuch, mit einem eingeplanten Umweg am Burren-Nationalpark entlang, verlief dann viel besser und nach einer kurzen Pause an einem See fuhren wir zum zweiten mal Ennis an – diesmal von Westen.

Unser Hostel fanden wir dann auch relativ schnell, doch bei der Parkplatzsuche machten wir relativ viele unfreiwillige Stadtrundfahrten durch sämtliche Gassen, Einbahnstraßen und Kreisverkehre der Stadt. Wir parkten letztendlich dort, wo wir zuerst das Hostel erspäht, aber den Eingang nicht gesehen hatten.
Das Rowan Tree Hostel (unser bisher teuerstes) entschädigte aber für alle Nervenschäden. Alles neu, alles sauber, hell, groß, professionell. In der Küche Edelstahl, die besten Matratzen unserer Reise, insgesamt absolut zu empfehlen.
Nach einer Fertigmahlzeit bummelten wir noch durch die hübsche und gemütliche Stadt, um uns dann in einer Lounge („yolo – you only live once“) das „Verfahren zur Ermittlung eines Siegers“ im Spiel Portugal vs. Spanien anzusehen.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 10

Letterfrack – Achill Island
Jetzt war es langsam genug mit Letterfrack. Nach einem kurzen Provianteinkauf im örtlichen Shop ging es die Bundesstraße hoch nach Norden. Bereits nach fünf km hatten wir den ersten Stop eingeplant. Wir wollten uns Kylemore Abbey, eine gotische Klosteranlage, wenigstens von außen ansehen. Aber da die Iren selbst dafür Geld haben wollten, fuhren wir nach einem Foto weiter. Nach einer Weile ließ der Verkehr merklich nach und die Landschaft wurde wilder, weiter. Auf die Achill-Island kann man über eine Brücke fahren. Zum Glück, sonst wäre dort vermutlich noch weniger los. Das Hostel ist ein altes Jagdschlösschen, das in den 90ern renoviert wurde und seitdem verschimmelt vielleicht mal wieder generalgereinigt gehört.
Es scheint so zu sein, dass Eigentümer, die neben dem Hostel noch Gastronomie betreiben, manchmal etwas nachlässig werden.
Unser Wirt in Letterfrack hatte uns darauf hingewiesen, dass auf Achill Islands die höchsten Seeklippen Europas seien. Die wollten wir uns nicht entgehen lassen, doch leichter gesagt als getan. Den grundsätzlichen Standort konnten wir einer Karte entnehmen, also fuhren wir Richtung Westzipfel der Insel. Der Zwischenstopp (Tee und warmer Schokoladenkuchen mit Vanilleeis) wurde recht lautstark durch eine Horde bajuwarischer Motorradfahrer unterbrochen, die verzweifelt aber beharrlich versuchten, Kaffee und Kuchen zu bestellen. Dieses bairisch-Englisch kann aber auch kein Mensch verstehen.
Am Ende der Insel dann die Ernüchterung: der scheinbare Wanderweg ist ein Fluß, Wegweiser oder wenigstens ein Trampelpfad waren Fehlanzeige. Nach einigen Minuten drehten wir um, da dass Ziel zwar zu erahnen, aber mangels Weg und wegen der Hindernisse nicht zu erreichen war.
Doch manchmal muss man nur Glück haben. Kurz vor dem Parkplatz fragten wir eine kleine Gruppe, die auch dort umherirrte, ob sie den Weg zu den Klippen kennen würden.
Sie kannten! Die Dame habe hier als Archäologin gearbeitet, das (von uns vorher völlig ignorierte) verfallene Haus dort drüben sei dies des Captain Boycott (ja, der Boycott!) und wenn man der Mauer dort drüben folge, bei den zwei Schafen da hinten abböge und über diesen Kamm liefe, könne man die Flüsse gut überqueren und könne man direkt hoch zur Steilküste. Perfekt, genau so machten wir es dann. Der Ausblick war atemberaubend – schlecht. Wir waren im Laufe des Anstiegs über feuchte Wiesen in einer Wolke gelandet und man konnte das Meer 250 Meter unter uns nicht sehen. In Irland ändert sich das Wetter jedoch manchmal binnen Minuten und so verzog sich die dicke Wolke dann doch und gab den Blick in die Tiefe frei. Herrlich! Und endlich mal eine Unternehmung, die abseits der Reiseführer-Empfehlungen lag. Diesen Ausblick hatten wir uns – mit etwas Glück – selbst erarbeitet.
Zurück im Hostel gab es dann auch nur noch Abendessen (man möge raten) und ein Pint im angegliederten Pub. Einen Ort zum Erkunden gab es nicht, man hätte allenfalls die Schlaglöcher in der Nachbarschaft zählen können.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 9

Letterfrack – Rennvyle Peninsula – Letterfrack

Letterfrack eignet sich hervorragend für Ausflüge auf und um die Halbinsel per Fahrrad. Also mieteten wir uns bei einem Hostel in der Nachbarschaft (eine Sammlung von Schrott und Kuriositäten lag auf dem Hof) zwei Räder und zwei Warnwesten, damit die Autos besser um uns herumfahren können. Es war zwar nicht so heiß wie am Vortag, aber diese ständigen Hügel brachten mich verdammt nochmal zum Schwitzen. Der kleinste der 21 Gänge musste mehrmals rein und in kurzer Zeit waren die Energiespeicher vom Frühstück leer. Es ging fast nie geradeaus, immer wieder hoch und runter. Aber die Landschaft war traumhaft. Die Halbinsel ist recht einsam, zwischenzeitlich blockieren Schafe die Gegend und am Strand (siehe gestern) konnten wir wieder ein Sonnenbad nehmen. Da wir durch die Gratis-Übernachtung Geld und Sprit gespart hatten, gingen wir dann noch essen. Leider war das Steak aus, aber auch mit dem Burger war ich sehr zufrieden.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 8

Letterfrack

Ziemlich früh (für unsere Verhältnisse) liefen wir zum Eingang des Nationalparks. Das Visitor Centre übersprangen wir wie üblich und starteten zum Anstieg auf den Diamant Hill. Zuerst waren wir enttäuscht, hielten wir doch einen kleinen grünen Hügel für den Berg. Als wir dann aber links von uns auf dem steinigen und höheren Berg viele Wanderer sahen, war klar, wohin der Weg führte. Die Nationalpark-Verwaltung hatte aber so komfortable Wege anlegen lassen, dass der sehr steile Anstieg gut zu bewältigen war. Die Aussicht war wie erwartet fantastisch. Zur einen Seite der Nationalpark, zur anderen Seite die Berge an der Küste und das Meer. Nach einem Imbiss am Hostel fuhren wir dann an den (Sand-)Strand. Und ja, man konnte baden, aber nur kurz. Besser war es, in der Sonne zu liegen und zu lesen. Als dann später die Wolken überhand nahmen, guckten wir uns noch die Gegend an, bevor wir nach dem Abendessen (Pasta again, sehr leckere Soße mit Paprika) Zeugen einer weiteren englischen Niederlage in einem Elfmeterschießen wurden.

 

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 7

Doolin – Letterfrack
Nach dem wieder etwas kargen Frühstück starteten wir in die nächste Etappe. Ein etwas längeres Stück Weg lag vor uns. Unterwegs kamen uns viele Radfahrer entgegen; es fanden gar mehrere Rennen mit Hunderten Teilnehmern statt. Wie üblich bei unseren längeren Autofahrten regnete es ziemlich, so dass wir die Pausen auf das Nötigste beschränkten. „The Burren
“ ist eine sehr karge Landschaft und der Connemara National Park wirkt wilder und weitläufiger als die Landschaft in Kerry.
Unser Hostel „Letterfrack Lodge“ ist ziemlich groß und das Angebot an Free Food deutlich besser. Und endlich hatten die Duschen einen brauchbaren Wasserdruck. Besonders attraktiv ist aber das Angebot, bei drei Übernachtungen die dritte umsonst zu bekommen.
Sonst haben wir es nach der Fahrerei ruhig angehen lassen.
Ach ja, das Experiment Erbsen und Kartoffelpüree zuzubereiten darf man nach dem Geschmackstest als misslungen bezeichnen.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 6

Doolin – Cliffs of Moher – Doolin
So gemütlich und gesellig das Hostel auch ist, das Frühstück ist mager. Ein, mit Glück zwei scones, winzige süße Brötchen, und mit Glück ein Teebeutel. Egal, die Energiebombenriegel eines nervigen Müsliproduzenten und Bananen lieferten Treibstoff für die Wanderung zu den weltberühmten Cliffs of Moher. Der Burren Way, der am Hostel vorbei dort hin führt, ist allerdings ein beschissener Wanderweg. Er führt nicht nur an der Straße entlang, sondern auf der Straße. Die zahlreichen fahrenden Touristen(-Busse) machten die knapp zwei Stunden pro Weg nicht besser. Oben am Visitor Centre wurde es dann richtig windig. Und voll. Die Steilküste ist allerdings atemberaubend. Richtig gut wird es allerdings erst, wenn man den offiziellen Weg verlässt, einen Zaun überklettert und dann weiterläuft. Entgegen der Vorhersage hatten wir wunderbares Wetter und die Speicherkarte meiner Kamera lief heiß.
An einigen Stellen war es so windig stürmisch wie ich es nie zuvor erlebt habe. Zum Glück wehte der Wind landeinwärts und niemand wurde ins Meer gepustet. An einigen exponierten Stellen waren übrigens Notfalltelefonnummern zur Beratung Suizidgefährdeter angebracht.
Der Rückweg war – logisch – genauso lang. Es ging aber bergab und die meisten Busse waren schon weg. Trotzdem schafften wir es nicht pünktlich zum Anpfiff des Viertelfinales (19:45h Ortszeit), denn vorher mussten wir ja noch essen (kochen). Der Großteil der Tore fiel jedoch in Halbzeit zwei. Bei jedem Tor konnte man genau hören, in welcher Ecke des Pubs die Deutschen saßen. Wir hatten Plätze direkt vor der kleinen Bühne, auf der wieder irische Musik gespielt wurde. Die interessierte mich ausnahmsweise recht wenig und kurz nach Abpfiff räumten wir dann die Plätze für stärker Interessierte ( = amerikanische Touristen).

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 5

Dingle – Dingle – Kilkee –Doolin
An diesem Tag stand die bis dahin längste Autofahrt an. Ein kleines Stück konnten wir mit eine Fähre abkürzen und auf dem zweiten Teil waren auch keine Touristenbusse unterwegs, die auf den engen Straßen in Dingle oder am Ring of Kerry häufig zu Ausweichmanövern zwangen. Aber der Reihe nach:
Zuerst wollten wir noch die Dingle Peninsula abgrasen, wenn auch nur im Schnelldurchgang mit dem Auto. Ein Rundweg in die westlichste Ecke Europas führt über eine Straße, wie man sie aus alten Autorenn-Spielen („TestDrive“) kennt – links Steilküste, rechts Felswand – einmal rum (daher Rundweg).  Das Gallarus Oratory haben wir uns nur von weitem angesehen, auch wenn dieser Steinbau alt ist, ist er doch unspektakulär. Zudem war ich auch schon mal dort. Die zahlreichen Museen hier sind übrigens meist recht klein und bestehen meist vornehmlich aus einem „audio-visuell theatre“ – auf deutsch einem Fernseher, der ein altes VHS-Band zeigt. Ich hab dann auch noch kurz angehalten, um „unseren“ alten Pub zu fotografieren. Leider war er noch geschlossen, so dass ich nicht nach dem Rechten (und dem uralten Stammkunden an der Bar) sehen konnte.
Zurück in Dingle machten wie uns dann auf den Weg nach Norden über den Connor Pass. Dieser Bergpass ist eine Attraktion für sich und ich war froh, nur einen Kleinwagen zu fahren. Nachdem wir in Tralee etwas zickzack und durch alle Kreisverkehre rund um den Stadtkern gefahren sind (immer schön im Uhrzeigersinn), fanden wir den Weg zur Fähre über die Mündung des Shannon dann doch. Der Rest der Strecke war recht unspektakulär, auch die Fähre war praktisch, aber kein Highlight. Besser wurde es dann in Kilkee. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Cliffs of Moher, jedoch ganz ohne Visitor Centre und Touri-Busse.
Gegen Abend erreichten wir dann unser Hostel („Rainbow Hostel“) in Doolin, einem Ort, der für Musik Sessions berüchtigt ist. Außer den nahegelegenen Cliffs of Moher hat Doolin aber auch nichts zu bieten. Der 2,7 km entfernte Shop ist so klein, da hab ich schon besser sortierte Tankstellen gesehen. Zum Glück hatten wir uns in Dingle für ein weiteres Curry bevorratet. Abends wurden wir dann Ohren- (wenn auch wegen abgelegener Sitzplätze nicht Augen-) zeuge unserer ersten irischen Livemusik.
Das Hostel hat übrigens das bisher jüngste Publikum. Irgendwann in der Nacht habe ich dann doch durchgerungen, den Gehörschutz zu suchen.

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 4

Cahersiveen – Dingle
Dingle kannte ich schon von unserer Bildungsreise 2004. Die Stadt ist noch schöner geworden und die Straßen dorthin besser.
Im Flecken Inch hielten wir noch am Strand, der wahnsinnig schön und groß ist, allerdings war es total verregnet und bewölkt, so dass wir den Strandspaziergang zugunsten einer Tasse Tee abbrechen mussten.
Das Hostel – Hideout Hostel – war super. Wir trafen nicht nur unsere Australier wieder, sondern auch Landsleute (naja, Bayern), die mit ihren beiden kleinen Kindern reisten. Am Nachmittag schauten wir uns die Stadt an. Das Wollgeschäft, in dem ich damals meinen Schafpullover kaufte, ist umgezogen und hat sich vergrößert. Fungi, der doofe Delfin, schwimmt immer noch in der Bucht und bespaßt die Ausflugskutter. Ich glaub ja, dass die Iren regelmäßig ein neues Viech ins Wasser schmeißen. Das ist echt ein Dukatenesel.
Erwähnenswert ist auch Murphy’s Eisdiele. Hier gibt es teures aber sehr leckeres Eis, zum Beispiel mit Meersalzgeschmack. In die (empfohlene) Kneipe mit Musik haben wir es nicht mehr geschafft, denn als wir ankamen, war die Hütte bereits voll. Abendessen gab es wieder aus eigener Küche – Curry mit Reis. Der „SuperValue“ Supermarkt vor Ort ist für irische Verhältnisse groß und es gab sogar eine deutsche Zeitung (die noch ungelesen im Auto liegt).

Irland-Tagebuch 2012 – Tag 3


Waterville – Cahersiveen

Die 17 Kilometer hätte man auch laufen können, aber irgendwie mussten Gepäck und der Ford Fiasko ja mit.
Der Weg war einfach. Immer dem Ring of Kerry nach, bis auf der linken Seite das „Sive Hostel“ erschien. Da das Wetter herrlich war, warm und sehr sonnig, haben wir uns zügig auf eine Wanderung begeben, um eine alte Burgruine – Ballycarberry Castle – und zwei Ringforts anzusehen. Den von der Tourist-Office-Lady empfohlenen Weg haben wir dann nicht so ganz gefunden und wir sind etwas hin und her gelaufen, aber es war trotzdem eine gute Tour. Abends haben wir uns dann mal selbst verpflegt. Das Hostel war deutlich gepflegter, so dass auch die Küche benutzbarer war. Später haben wir dann viel mit einem australischem Rentnerpaar gequatscht, die für vier Monate auf Europatour sind. Beim Gemüseschneiden habe ich mit Duncan dann die Unterschiede zwischen deutschen und australischen Baugenehmigungsverfahren erörtert. Und das im Urlaub.

Im Laufe des Tages muss ich übrigens viel Sonne abbekommen haben, meine Nase leuchtete schön rot.