Nachts in der Weinhandlung III

Mehr als ein Jahr ist die letzte Nacht in der Weinhandlung jetzt her; heute Abend steigt dann die Rotweinprobe.
Bei Rotwein kann ich leider nicht so viel angehäuftes Wissen beisteuern, was aber gleichzeitig heißt, dass mein Weinhorizont heute Abend beträchtlich erweitert wird. Ich freu mich auf Wein und Leute!

(Und für die, die hier mitlesen: Bis heute Abend!)

Crêpes

Auf dem Weihnachtsmarkt hier in Münster ist es wohl schwierig, an Crêpes zu kommen. Die Bude im Rathausinnenhof war jedenfalls hoffnungslos überlastet. Und bei den Minustemperaturen hat man ja auch keine Lust, ewig darauf zu warten, mindestens zwei Euro für eine Wasser-Milch-Mehl-Ei-Zucker-Mischung zahlen zu dürfen.
Ich hab dann kurzerhand nach dem Weihnachtsmarktbesuch Rührschüssel, Handrührgerät und Pfanne angeschmissen und es war köstlich. Hauchdünn und lecker, wie das Original. Nur mit einer netteren Warteschlange.

Heul doch!

„Kochlöffel“ meinte, ich sollte mal deren Currywurst probieren. Anscheinend hatte ein Marketing-Mitarbeiter nach einschlägigen Weblogs gesucht und Chili und Curry sind Stichworte, die hier schon mal auftauchen. Ich stimmte jedenfalls zu und wir haben mit Hilfe der zugeschickten Gutscheine das Grillprodukt mal unter die Lupe genommen.

Anlass der kochlöffelseitigen Werbeaktivität ist die Aktion „Heul doch!“. Da ich mich nicht bei Facebook rumtreibe, kann ich nicht viel dazu sagen. Aber zur Wurst habe ich mir eine Meinung gebildet. Das Pulver zum Selberwürzen ist durchaus feurig. Ob das die Würstchen besser macht, möge jeder selbst feststellen. Umgehauen hat mich weder die Soße noch die Wurst. Vielleicht bin ich auch einfach zu verwöhnt.

Kanarenfeeling mit Mojo verde

Kaum wieder in Deutschland, sind die Vorräte dieser leckeren kanarischen Soße leider fast aufgebraucht. Ich habe mich gerade daran gemacht, mal Nachschub zu prodozieren.

Genaue Mengenangaben sind leider unmöglich aber auch nicht zwingend erforderlich. Entscheidend sind die Mengenverhältnisse.

Ein Bund Koriander
1/4 bis 1/2 Bund Petersilie (je nachdem, wie sehr man das Petersilien-Aroma mag)
2-4 Knoblauchzehen
1/4 Chilischote (grün)
Olivenöl
Sonnenblumenöl
ca. 1/2 bis 1 TL Salz
Kreuzkümmel (nicht sparen!)
Pfeffer
1 TL Zitronensaft

Vom gewaschenen Koriander (falls vorhanden) die Wurzeln entfernen. Laut Händler im Asia-Shop kann man den Rest verwenden.
Beim Petersilie hab ich die Blätter von den doch sehr groben Stielen entfernt.

Dies, den Knoblauch und die Chilischote habe ich mit dem großen scharfen Messer (habe kein Wiegemesser) ziemlich kleingehackt.
Anschließend im schmalen Rührbecher mit den Gewürzen unter Zugabe von Öl und Zitronensaft mit dem Pürierstab weiter zerhackt.
In einer kleinen Schüssel im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Ölmenge variiert nach Verwendungszweck – je saugfähiger die Beilage ist, desto mehr Öl…
Wer’s mag kann auch Varianten mit Avocado / grüner Paprika und unter Zugabe von Essig ausprobieren.

Mojo schmeckt ausgezeichnet zu frischem Brot, Kartoffeln (papas arrugadas für die Kenner – Rezept hab ich auch getestet) oder Fleisch (wo man jedoch meist das Mojo rojo aus Paprika serviert).

Beinahe Champagner

Crémant ist Champagner wohl ebenbürtig. Als Dank für die Treue zu meiner Tageszeitung hat mir diese einen Gutschein über eine Flasche solchen zugeschickt.

Grad bin ich losgedüst, habe weder Hitze noch Straßenstaub gescheut und die Flasche in der Filiale einer Weinhändler-Kette abgeholt.
Die Flasche steht jetzt im Kühlschrank und wird wohl in Kürze konsumiert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich nicht lohnt, edle Schaumweine für „den richtigen Moment“ aufzubewahren. Oder wird Deutschland doch Weltmeister?

Beans on Toast

Manchmal bin sogar ich kulinarisch schmerzfrei. Vor einigen Jahren hab ich in England Beans on Toast probiert, jetzt habe ich es mal in Deutschland nach“gekocht“, wenn man das Aufwärmen einer Dose als Kochen bezeichnen kann. Der Geschmack ist doch recht speziell, etwas trashig ist das Gericht ohnehin. Eine gewisse Coolness mag ich den Bohnen auf Toast allerdings nicht absprechen. Schon das Design der Konserve ist bemerkenswert.

Und so sieht’s auf dem Teller aus:
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Schneckenfleisch? Grillsnack?

Kann man Schnecken grillen? Wie schmeckt das Fleisch?

Wie dem auch sei, diesem Exemplar einer Nacktschnecke habe ich den Suizidversuch ausreden können. Das hätte weniger Zentimeter weiter Richtung Grillkohle bestimmt gezischt und gestunken. Meine Wenigkeit hingegen hat in diesem Jahr noch nicht adäquat gegrillt. Und da jetzt der Sommer da ist, möchte ich diesen unhaltbaren Zustand gerne beenden – allein es fehlt die Zeit.

Was wohl die Uni-Leitung dazu sagen würde, wenn wir statt Mensa auf unserem geliebten „Sonnendeck“ (für Kenner: die Plattform zwischen Juridicum und Vorplatz der ULB) den Rundgrill mit der ein oder anderen Fleischspezialität verzierten? Thematisch wäre sicher die Bratwurstschnecke angebracht. Aber dann lieber in den Abendstunden und irgendwo im Grünen. Für das Sonnendeck bleibt der Schokoriegel. Und der wird nicht gegrillt.

Die Verlockungen des Süßigkeitenautomaten


Es ist nach 18:00 Uhr, das benachbarte Bistro hat geschlossen. Schokoriegel hab ich in den letzten Tagen nicht einkaufen können. Schokoladenosterhasen und Schokoeier hat irgendein gemeiner Nesträuber kürzlich vertilgt. Das Mittagessen aus der Mensa ist längst verdaut. Ich sitze schon den ganzen Tag über Lehrbüchern und Skripten.

Wie soll ich da dem Versorgungsautomaten im Pausenraum der Universitäts- und Landesbibliothek widerstehen?
Zum Glück bin ich nicht auch dem Getränkeautomaten verfallen. Der „Kaffee“ ist unerträglich. Ich bleib beim Wasser.

Gewidmet allen Opfern der ULB.

New Wurst in Town


Gestern hab ich’s gelesen und am Abend nach der Uni direkt getestet: There’s a new Wurst in Town – auf Deutsch: Es hat eine neue Wurstbude in der Innenstadt eröffnet.

Als Master of Currywurst musste ich ja am Tag der Neueröffnung diesem Filialbetrieb direkt mal einen Testbesuch abstatten. Nunja.
Die Soße der Kategorie „feurig“ war alles andere als feurig, wie mir auch ein empfindlicherer Gaumen als der meinige versichern konnte. Der Laden ist wohl noch in der Aufwärmphase.
Aufwärmen ist ein gutes Stichwort. Dafür, dass die Wurst vom Holzkohlengrill kommt, schmeckt sie nicht bedeutend anders als Kontaktgrillwürstchen, konnte aber durch innere Werte überzeugen und sie hinterließ ein gutes „Wurstgefühl“.

Zu der Currywurst gab es von der engagierten aber ungeübten Verkäuferin zwei Scheiben altes Baguette.

Fazit: Da muss sich noch einiges einpendeln, so lecker wie Wurst und Soße auch waren. Denn in der Parallelstrasse befindet sich die berühmte Hot-Dog-Bude und die kann auch einiges.