An den wütenden SUV-Fahrer heute morgen

Lieber Autofahrer,

 

Du hast mich gerade angehupt und beim Überholen meines Fahrrades wild den Kopf geschüttelt. Offenbar bin ich Deiner Meinung nach nicht nah genug am Bauzaun entlang gefahren, der am rechten Fahrbahnrand stand. Der mit den Warn-Baken, deren Sockel in die Fahrbahn ragen, Du weißt schon. Okay, für Dein SUV ist das kein Problem, da fährst Du locker drüber. Du nimmst Dir sowieso immer den Platz, den Du brauchst. Zum Beispiel in der zweiten Reihe vor dem Bäcker oder dem Geldautomaten, wenn Dein Panzer nicht in die Parklücken passt oder einzuparken einfach zu aufwendig ist. Man muss nur den Warnblinker anschalten und schon ist man „Kurzzeitparker“. Die Taste nenne ich schon liebevoll „Brötchenhol-Taste“.
Aber ich mache Dir keinen Platz. Ich halte den Seitenabstand ein, den ich brauche. Warum sollte ich Dir Platz machen? Mein Fahrrad transportiert genauso viele Menschen zur Arbeit wie Die 520 PS Deines Porsche Cayenne Turbo. Ich verpeste dabei aber nicht die Luft, vergrößere keine Schlaglöcher, gefährde keine anderen VerkehrsteilnehmerInnen, halte mich an die Straßenverkehrsordnung, verstopfe nicht die Innenstadt und blockiere nicht anderen Leuten den Weg zur Arbeit. Ich sehe es einfach nicht mehr ein, mich nur am äußersten Rand des Fahrstreifens, möglichst sogar auf der Fahrbahnmarkierung selbst zu bewegen. Ich brauche Platz und werde ihn mir nehmen, denn ich habe den gleichen gesetzlichen und den höheren moralischen Anspruch darauf.

 

Viele Grüße
Jan Peter

Pegida läuft nicht in Köln #nokoegida

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Randvolle Gegenkundgebung.

 

Der Name war Programm. Die selbsternannten Hüter des sogenannten Abendlandes, die in Dresden noch in erschreckender Stärke aufgelaufen waren, standen in Köln als kümmerlicher Haufen einem breiten Bündnis von Menschen verschiedenster Organisationen gegenüber, die eines einte: der Wille, ein Zeichen für Vielfalt und gegenseitigen Respekt zu setzten. Ich stand in Deutz in Bahnhofsnähe mit vielen netten und fröhlichen Menschen zusammen. Und wir wussten: hier, wo wir stehen, steht kein Nazi. Und das ist gut so.

Besonders schön war dann, dass die Deutzer Brücke von so vielen Gegendemonstranten aufgesucht wurde, dass die Pegida-Deppen ihre Deutschlandfähnchen nur auf der Stelle schwenken konnten und der geplante Zug über den Rhein abgesagt wurde.

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Keine Beleuchtung für Rassisten.

Bereits im Vorfeld hatte die Ankündigung des Erzbistums, die Außenbeleuchtung des Doms abzuschalten, für viel positives Echo gesorgt. Andere Unternehmen und Institutionen zogen nach und auch das Magenta-T des Fernsehturms ist ausgeschaltet worden (wie ich gerade noch vom Sofa aus kontrollieren konnte).

Per Twitter kam dann gerade, als ich schon auf dem Heimweg war, die Meldung, dass die Gegendemonstranten selbst über die Deutzer Brücke ziehen durften. Hehe, das freut mich besonders.

 

Frohes Neues 2015!

Ab 0:00 Uhr ist vor lauter Nebel ans fotografieren ja nicht mehr zu denken. Aber da genug Menschen es nicht aushalten, auf den Jahreswechsel zu warten, konnte ich schon vor der Stunde Null eine paar Leuchtspurgeschosse auf Film bannen. Dadurch war um zwölf auch viel mehr Zeit für Sekt!

Feuerwerk Köln 2015

Feuerwerk Köln 2015

Critical Mass Köln

RudolfplatzDer Gesetzgeber sieht vor, dass Fahrradkolonnen von mehr als 15 Radelnden als geschlossener Verband fahren darf. Das bedeutet, dass man geschlossen Ampeln und Kreuzungen überqueren darf und auch nebeneinander fahren kann.
Die Bewegung „Critical Mass“ macht sich diese Regelung zu Nutze. Unter dem Motto „Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr“ treffen sich inzwischen in vielen Städten RadlerInnen am letzten Freitag im Monat, um eine Runde durch die Stadt zu drehen und dafür zu werben, die Leeze dem Auto vorzuziehen.
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Kölner Lichter 2014

Galerie

Diese Galerie enthält 10 Fotos.

Aus ökologisch-sozialer Sicht sind Feuerwerke meiner Meinung nach selbstverständlich verachtenswert. Aber die Kölner Lichter, formerly known as Rhein in Flammen waren schon ne ganz gute Show. Dafür, dass ich die Bilder aus der Hand gemacht habe, bin ich sogar zufrieden. 

Kirmes II

Aus dem Riesenrad auf Köln gucken, gar nicht so schlecht. Gestern drehten wir eine Runde über die Deutzer Kirmes, es war laut und voll, aber hey, das ist halt Kirmes.
Deutzer Kirmes I

Deutzer Kirmes II

Deutzer Kirmes III

Deutzer Kirmes IV

Wie Köln aussehen würde …

Köln hat schöne und weniger schöne Ecken. Die Nachkriegs-Bausünden sind zwar prägend für das kölner Stadtbild, aber sicherlich nicht unbedingt im positiven Sinne.

In diesem Video kann man sehen, wie Köln ohne die Zerstörungen des 2. Weltkrieges aussähe.

(via per facebook)